- 07.09.2026 Nachtwächterführung
- 14.09.2026 Nachtwächterführung
- 21.09.2026 Nachtwächterführung
- 28.09.2026 Nachtwächterführung
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Museumsfreunde feiern 1oo Jahre Stadtmuseum Bad Gandersheim
Im Jahre 1926 wurde erstmals im Rahmen der damaligen Roswitha-Feier ein musealer Raum in Bad Gandersheim eröffnet und zwar im Bracken der heutigen Braunschweigischen Staatsbank, das Heimatmuseum der Stadt Bad Gandersheim. Das war der Anfang und ist der Anlass der diesjährigen 100 -Jahrfeier des Museums. In den ersten Jahrzehnten betreuten kundige Gandersheimer Bürger die Sammlungen wie die Herren Ludwig Sinramm, Johannes Nissen und Kurt Beckmann, die zum Teil mehrere Jahrzehnte tätig waren. Aber erst 1952 erhielt die Ausstellung anlässlich des 1100- jährigen Jubiläums des Gandersheimer Stiftsgründung seinen festen Standort im Dachgeschoss des Renaissance-Rathauses. Durch das große Engagement der verschiedenen Museumsleiter wurde die Sammlung im Laufe der Jahre und Jahrzehnte ständig erweitert. 1988 konnte das Museum der Stadt Bad Gandersheim nach einer einjährigen Umgestaltungsphase mit Unterstützung des Museumsverbandes Südniedersachsen und in Anwesenheit des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker neu eröffnet werden. So ist es bis zum heutigen Tage. Doch mit Beginn des Jahres 2000 kam es zu finanziellen Engpässen der Stadt, die ja Träger des Museums ist, die dazu führten, dass das Land Niedersachsen verfügte, alle nicht zur Pflicht der Stadt gehörenden Einrichtungen zu schließen, um Kosten zu sparen. Die damaligen Mitarbeiter wurden entlassen und das Museum zum 31.12.2004 geschlossen. Doch es regte sich Widerstand in der Bevölkerung. Das Haus war den Bürgern ans Herz gewachsen und man wollte diese Schließung nicht hinnehmen. Eine Bürgerversammlung unterstrich diesen Wunsch eindrucksvoll. Unter Leitung des damaligen Vorsitzenden des Kur- und Verkehrsvereins Hermann Vogel stellten sich im Januar 2005 mehrere Dutzend Bürger zur Verfügung, das Museum ehrenamtlich zu betreuen. Und so geschah es dann auch. Schnell wurde ein Leitungskreis gebildet, Zuständigkeiten geklärt und die notwendige Organisation ausgearbeitet. Man entschloss sich sogar den Besuch des Museums umsonst zu gestalten. Das zunächst kritisch gesehene Experiment ging auf. Die Einnahmen waren höher als gedacht, die Besucher zahlreicher denn zuvor. Auch die Öffnungszeiten des Hauses waren und sind komfortabel, hat doch das Museum an 6 Tagen in der Woche geöffnet, eine Ausnahme unter den vergleichbaren Häusern in der Umgebung. Die Arbeit der Museumsfreunde war und ist vielfältig in jeder Hinsicht. Nach einem ersten Überblick ging man daran, viele Exponate zu restaurieren und instand zu setzten. Viele Ehrenamtliche haben sich in den zurückliegenden 21 Jahren in besonderer Weise eingebracht. Die Waffensammlung von Fritz Träger wird in regelmäßigen Abständen von Fachkundigen präsentiert und zieht Interessierte aus Nah und Fern. Die Museumsfreunde schauten aber auch über den Tellerrand und so waren und sind es die Museumsfreunde, die die St. Georgskirche für Gäste öffneten, wichtig für Bad Gandersheim sind auch die regelmäßigen Nachtwächterführungen. Weit über 150 Vorträge konnten in den letzten 20 Jahren abgehalten werden, erst im Museum, jetzt im Kaisersaal und führten zu etwa 10000 Zuhörern. So wirken die Museumsfreunde auf vielen Gebieten zum Wohle der Stadt. Mit den Spenden / Einnahmen im Museum konnten neue Beleuchtungen und manches Ausstellungsstück angeschafft werden, so dass das Haus stets auf den neuesten Stand gehalten wird. Insgesamt gesehen lässt sich die Arbeit der Museumsfreunde ausgezeichnet an. Alle ehrenamtlich Tätigen können stolz auf ihre Arbeit sein. In jüngster Vergangenheit beeinträchtigen Denkmalschutz und Brandschutz die vollumfängliche Präsentation unter anderen der Film und Fotoausstellung. Die Schützengesellschaft von 1444 präsentiert im Wächterstübchen wertvolle Zeugnisse eines der bedeutenden historischen Vereine der Stadt. Eine neugeschaffene Sonderausstellungsfläche ermöglicht temporäre Ausstellungen. Aus Anlass des 100 jährigen Bestehens des städtischen Museums wird unter dem Titel “ ZeitSpuren – 100 Jahre städtisches Museum – von der Roswitha-Gedenkfeier 1926 bis in die Gegenwart“ am 13. Juni 2026 um 11.00 Uhr die neue Ausstellung eröffnet. Das 100 jährige Bestehen darf man als Erfolgsgeschichte betrachten.
Zeitungsartikel aus den Jahren 2005 und 2006 aus dem Gandersheimer Kreisblatt




