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Weihnachtliche Vorträge

05.12.2018

Weihnachtsdarbietung der Museumsfreunde.
Wie schon seit mehr als 10 Jahren veranstalten auch in diesem Dezember des Jahres 2018 die Museumsfreunde für alle Gandersheimer, ihre Gäste und Freunde der Vortragsreihe einen weihnachtlichen Abend im Biedermeierzimmer des Stadtmuseums. Dieses Mal ist es der 10. Dezember, ein Montag.
Ein ganz besonderes Programm erwartet die Gäste. Fleißige Bäckerinnen werden bis dahin für leckere Plätzchen und vielfältige Kekse sorgen. Alle Naschkatzen können sich schon darauf freuen. Damit die Kehlen nicht trocken  und die Glieder warm bleiben,  wird auch ein schmackhafter Glühwein gereicht.
Doch nicht nur Kulinarisches wird geboten. Neben dem Leib sollen auch Seele und  Herz nicht zu kurz kommen. Einige der Museumsfreunde werden -  wie in den vergangenen Jahren -  kleine Gedichte, winterliche  Kurzgeschichten und  lustige Verse vortragen. Wer aus dem Publikum ebenfalls etwas beitragen möchte, kann dies spontan  an dem Abend tun. Hauptattraktion sind jedoch bei dieser Veranstaltung Kinder der Freien Schule Heckenbeck, die vor den Gästen auftreten werden. Was werden sie darbieten? Das ist streng geheim. Auch die Museumsfreunde wissen es nicht. Sicherlich wird es etwas Überraschendes sein. Wir sind alle sehr gespannt .
Beginn der Veranstaltung ist um 19.30 Uhr im Biedermeierzimmer des Museums. Der Eintritt ist natürlich wie immer frei. Termin also nicht vergessen: Montag 10. Dezember 2018. Die Museumsfreunde freuen sich auf alle Gäste.
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Bericht in der Presse:
Stimmungsvoller Advent im Stadtmuseum
Kinder der Freien Schule Heckenbeck als Hauptakteure

In diesem Monat hatten sich die Museumsfreunde etwas Besonderes ausgedacht: Ein Auftritt der Kleinsten der Freien Schule Heckenbeck im Biedermeierzimmer des Stadtmuseums. Wieder war das Haus an diesem Adventsabend proppenvoll. Wie immer hatten die fleißige Damen der Museumsfreunde, Frau Dürkoop,  Frau Eberle und Frau Neigenfind all ihr Können aufgeboten, um leckere, schmackhafte Plätzchen für die Gäste zu backen. Das Ehepaar Peters hatte es sich nicht nehmen lassen, den köstlichsten Glühwein aber auch Tee zuzubereiten, um allen Besuchern den weihnachtlichen Durst zu stillen. Bald war der Raum gefüllt und nach einer fröhlichen Begrüßung staunten alle nicht schlecht, als plötzlich eine Schar kleiner Mädchen und Jungen von der Freien Schule Heckenbeck das Biedermeier-zimmer stürmten.  Vorweg die kleine Marlene Barke, die mit einem fehlerfrei vorgetragenen Gedicht den Abend eröffnete. Lehrer und Eltern konnten stolz auf diese Darbietung sein. Das Publikum applaudierte frenetisch. Unter der Leitung ihrer beiden Erzieher, die ein Instrument mit sich führten. nahm anschließend die  junge Schülergruppe  Aufstellung und bald ertönten aus den hellen Kehlen weihnachtliche Lieder. Ganz ergriffen lauschte das Publikum. So etwas hatte man hier im Museum noch nicht gehört. Danach durften die kleinen Künstler sich eine Pause gönnen, bekamen Plätzchen und Kinderpunsch und sahen sich im Museum um. Nun trat Museumsfreund Claus Schrader nach vorne und nahm Platz zu einer Lesung einer nachdenklich, skurrilen Geschichte von Siegfried Lenz. Er führte die Zuhörer- schaft zurück in die Zeit des Schwarzmarktes 1946 mit all seiner heute fast unverständlichen Handlungsweise der Menschen damals, die sich schwer taten, ihr Leben einigermaßen zu meistern und oft zu wenig legalen Mitteln greifen mussten.  Bei allem Ernst war dennoch ein Schmunzeln auf den Gesichtern der Zuhörer zu erkennen. Auch Herr Schrader erhielt verdienten Beifall. Nun trat aus dem Zuhörerkreis Frau Elke Pilz  vom KVV nach vorne. Sie hatte gewünscht, auch etwas zum Gelingen des Abends vortragen zu dürfen. Ihr Thema waren die Weihnachtsplätzchen. Warum gibt es sie? Nun, sie ging zurück zu Hildegard von Bingen und bis zur Heiligen Schrift, sie erklärte wie es zu den Worten  Spekulatius und Lebkuchen kam und welche Bedeutung in der christlichen Welt diese Dinge hatten. Sie leitete damit über  zur kleinen Pause an diesem Abend. Doch zuvor stürmten noch einmal die Kinder der Heckenbecker Schule die Bühne, um ein weiteres Mal drei kleine Lieder erklingen zu lassen. Tosender Beifall verabschiedete die Gruppe. Jedes Kind erhielt einen Gutschein für einen Kinobesuch in Bad Gandersheim, aber auch die Erzieher wurden mit einem kleinen Geschenk bedacht.
Nun ging es in die Pause. Inzwischen waren der Glühwein oder Tee heiß. Mit und ohne Schuss konnte beides genossen werden. Zusammen mit leckeren Plätzchen glich bald das Biedermeierzimmer  einer gemütliche Runde mit vielen Gesprächen und einem regen Meinungsaustausch. Nur schwer war das Publikum wieder auf seine Plätze zu bringen, denn das Programm ging noch weiter. Nun trat Frau Nina Barke nach vorn und brachte eine nachdenkliche Geschichte zu Gehör, die von Fremdheit, Ausgrenzung und dennoch Hoffnung erzählte. Viel Beifall belohnte die junge Frau. Aus dem Publikum wollten ganz viele Gäste auch die Zuhörerschaft erfreuen. So auch Frau Loni Meinecke, die in ihrer unnachahmlichen Art natürlich auf platt die Weihnachts- und Adventszeit auf ihre Art allen nahe brachte. Auch ihr galt herzlicher Beifall. Bevor der letzte Redner mit seiner Geschichte nach vorn trat, wurde allen, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten, ein kleines Präsent überreicht mit der Bitte, auch im nächsten Jahr im Dezember wieder dabei zu sein. Ein Ausblick auf das kommende Jahr ließ sich nicht vermeiden. Am 14. Januar  2019, wieder ein Montag,  wird Herr Egemann, den wir schon von seinem Vortrag über Münzen und Medaillen kennen, über die Zeit nach dem 1. Weltkrieg referieren. Los geht es wieder um 19:30 Uhr. Nach guten Wünschen für das Neue Jahr und  einer gesegneten Weihnachtszeit für alle Gäste trat unser unermüdlicher Nachtwächter, Herr Uwe Schriever , nach vorne. Er berichte von einer wahren Geschichte aus seiner Ausbildungszeit, als er in Kost und Logis bei seinem Lehrherrn, eine Weihnachtsfeier mitmachte. Es gab eine Feuerzangenbowle. Doch der Rum war nicht hochprozentig genug. Er brannte nicht. Was tun? Nun, auffüllen mit Brennspiritus, das musste doch klappen. Doch nein, eine  Verpuffung mit Stichflamme und explodierendem Trinkgefäß war das Ergebnis. Mit dieser Geschichte entließ Herr Schriever das zufriedene Publikum in den adventlichen Abend. 


 

 

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Weihnachtliche Vorträge