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"Im Zeichen des Mars" - Das Kriegsjahr 1918 -

21.10.2018

Das Kriegsjahr 1918 – Bis zum Ende -
Der Friedensschluß mit Rußland setzt neue Kräfte für den Einsatz an der Westfront frei. Daher wird in einer Großoffensive versucht, das Kriegsglück noch einmal zu wenden und den Mittelmächten doch noch zum Sieg zu verhelfen. Nach anfänglich großen Erfolgen schlägt dieses Unternehmen
jedoch fehl.
In der Heimat kommt es zu Meutereien in der Kriegsflotte, es entstehen revolutionäre Unruhen. Die Kräfte des deutschen Heeres sind nahzu erschöpft, am 11. Nov. 1918 tritt an der Westfront ein Waffenstillstand in Kraft.
Begleitend zur 1. Weltkrieg - Ausstellung hält Claus Schrader am 12. Nov. 2018 seinen letzten Vortrag zu dem Thema. Wie immer findet die Veranstaltung im Biedermeierzimmer des städtischen Museums um 19.30 Uhr bei freiem Eintritt statt.
Die Museumsfreunde laden alle am Vortrag Interessierte herzlich zu diesem Vortrag ein.

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Bericht über den Vortrag:

Gedenken der Museumsfreunde  
an das Ende des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren.

Seit 4 Jahren gibt es nun die Sonderausstellung im Stadtmuseum zum hundertsten Jahrestag des 1. Weltkrieges. Mit einem 1. Vortrag vor nunmehr 4 Jahren über den Auslöser zu diesem schrecklichen Ereignis dem „Attentat von Sarajewo“ wurde die Vortragsreihe seinerzeit eröffnet. Claus Schrader  hat diese Tradition in jedem Jahr fortgeführt. Er beendete nun diesen Zyklus mit einem letzten Vortrag und einem Rückblick auf diese Epoche.
Wiederum war das Biedermeierzimmer in unserem Museum mit den interessierten Gästen voll besetzt. Der Vortragende hielt sich absichtlich nicht auf mit der bloßen Schilderung oder dem genauen Ablauf der damaligen Ereignisse. Diese waren und sind dem Publikum nur allzu bekannt. So konnte er die Rahmenbedingungen und die wichtigsten Akteure nur kurz beleuchten und zeigen. Sein wesentliches Augenmerk und Anliegen war ganz dem Individuum, dem Einzelschicksal  gewidmet, das damals dem Schrecken, dem Grauen und der Vernichtung unmittelbar ausgesetzt war. So vermittelten die gezeigten Bilder der Soldaten,  der an den Kämpfen beteiligten jungen Menschen, den elendig im Schlamm und Dreck hockenden Truppen nicht nur ein Gefühl des Mitleids, sondern vor allen Dingen Unmut und Entsetzten über die zu erleidenden Strapazen und die zutiefst unmenschlichen Zustände.  Bestürzte Gesichter, weit aufgerissene Augen im Angesicht der den Tod bringenden Geschütze, in Stacheldrahtverhauen hängende Leichen sowie entstellte Gesichter nach verheerenden Verwundungen machten die Zuhörer betroffen und innerlich ganz schweigsam.  Claus Schrader wagte auch einen Blick in die Anfänge des Luftkrieges, der schon damals eine Vorahnung von den Ereignissen 20 Jahre später brachte, wenn auch damals nicht soweit gedacht wurde oder konnte. Prominente Kriegshelden waren ebenfalls im Bild zu sehen und ließen ahnen, wie die Zukunft sich gestalten würde. So waren Adolf Hitler als einfacher Soldat und Hermann Göring als Jagdflieger, alle also als Kriegsteilnehmer des 1. Weltkrieges, zu sehen. Sie bildeten sozusagen die Brücke in die Zukunft eines noch viel ungeheuerlicheren Krieges, der  wenige Jahrzehnte später über unser Land hereinbrechen sollte. Unüberhörbar war dann auch die Mahnung des Vortragenden  für alle, solchen Ereignissen nie wieder Raum zu geben. Da passte der Hinweis des Vortragenden sehr gut, auf die Veranstaltung am nächsten Tag in Bad Gandersheim hinzuweisen, wo an der von John Byford gestalteten britischen Telefonzelle auf der Stiftsfreiheit mit den Namen der Gefallenen des 1.Weltkrieges aus Bad Gandersheim und Skegness eine Gedenkfeier stattfinden würde.  Hier gedachten  die Stadtoberen der beiden Partnergemeinden und eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam  ihrer toten Mitbürger, ein wahrhaft einfühlsamer Abschluss dieses Gedenkens an das Ende des 1. Weltkrieges vor nunmehr 100 Jahren in unserer Stadt.

 

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: "Im Zeichen des Mars" - Das Kriegsjahr 1918 -